"Das Leben ist vergänglich, das Werk bleibt."

Eine Geschichte zu erzählen, löst eine ganze Welle von Prozessen aus, sowohl beim Zuhörenden, als auch beim Erzählenden. Sie verändern unsere Einstellung zu uns selber, zu unseren Mitmenschen und manchmal sogar zur ganzen Welt. In meinen Augen gibt es keinen besseren Ort als die Bühne, um die entscheidensten aller Geschichten zu erzählen. Während das Geschehen auf der Bühne seinen Lauf nimmt, bauen wir Bindungen zueinander auf – egal, ob man gerade als Zuschauer_in oder als Schauspieler_in agiert.

All diese Gründe haben mich dazu bewegt, mich in die Welt der Regie zu stürzen. Vor vier Jahren schrieb und inszenierte ich mein erstes Drama, damals mit der Intention, große Klassiker zu modernisieren und sie somit einer weniger theaterbegeisterten Gruppe zugänglich zu machen. Anschließend gründete ich die Theatergruppe „keinTheatermehr“, mit welcher dieses Konzept weitergeführt wird. Was ich immer besonders spannend fand, war die Verbindung, die Schauspieler_innen zusammen auf der Bühne eingehen. Aufgrund dieses Interesses, befasste ich mich mit Kulturvernetzung und Vermittlung – was dann die Gründung von Pointe mit sich zog.